Wenn wir mit unseren Hunden in solchen Bereichen unterwegs sind wie Straßen, belebte Wege, viele Einflüsse, sehen wir immer wieder das Gleiche:
Es ist nicht „zu viel Geruch“.
Es sind zu viele unterschiedliche Geruchsinformationen gleichzeitig und das verändert die Arbeit unserer Hunde deutlich.
Gerüche überlagern sich, werden verweht, brechen ab und das Ganze fühlt sich für den Hund eher wie ein Puzzle an als eine klare Spur.
Für uns Chaos, dass wild aussieht, aber für den Hund bedeutet das Alltag.
Die Hunde müssen viel mehr entscheiden als auf „einfachen“ Trails:
Ist das noch mein Geruch?
Gehört das noch zur Spur?
Oder ist das etwas völlig anderes?
Das ist echte mentale Arbeit. An diesem Punkt kann es passieren, dass das Verhalten oft missverstanden bzw. falsch interpretiert wird.
Wir sehen in solchen Situationen zum Beispiel:
Hunde, die deutlich langsamer werden, die plötzlich Tempo aufnehmen, die stärker pendeln oder mehr überprüfen.
Inzwischen ordnen wir solche Situationen anders ein.
Denn dieses Verhalten bedeutet oft nicht Unsicherheit oder Fehler, sondern schlichtweg, das der Hund gerade eine enorme Menge an Informationen verarbeitet.
In solch einer Phase arbeiten wir dabei strukturiert mit klarem Praxisbezug und nicht einfach nur drauf los.